Automobilbeleuchtung ohne Lichtleiter ist kaum mehr vorstellbar. In den Standardanwendungen im automobilen Innenraum verrichten sie meist unscheinbar, hinter einem LCD oder einer Diffusorscheibe, ihre Arbeit. Sie sorgen für die Ausleuchtung von Displays und Bedienelementen und tauchen das Fahrzeuginnere in ambientes Licht. Der Artikel beschreibt die grundsätzliche Vorgehensweise bei der Berechnung und Optimierung am Beispiel einer LCD-Hinterleuchtung.
Mehr und mehr betreten wir mit Lichtleitern Bereiche, die den klassischen reflektiven oder refraktiven Optiken vorbehalten waren. So sehen wir bereits jetzt viele Funktionsleuchten im automobilen Außenbereich in Lichtleitertechnik realisiert: hochgesetzte dritte Bremsleuchte, Rücklicht, Spiegelblinker, Positionslicht, usw.. Darüber hinaus sehen wir Anwendungen, in denen Lichtleiter als unterstützendes Designelement eingesetzt werden – die Funktion wird dabei nicht oder nur teilweise vom Lichtleiter realisiert.
Der Artikel zeigt auf, welche besonderen Anforderungen erfüllt werden müssen, wenn Lichtleiter als Funktionsleuchte am Fahrzeug eingesetzt werden. Sehr häufig kommen linienförmige Lichtleiter, Lichtleitstäbe, zum Einsatz. Mit Kerben auf der Rückseite steuert man sowohl die Homogenität der Leuchtdichte entlang des Lichtleiters als auch die Abstrahlcharakteristik. Zusätzliche Designfreiheit ist möglich durch partielle Strukturierung flächiger Lichtleiter. Die optimale Positionierung und Ausrichtung der Auskoppelstrukturen zählt dabei zu den größten Herausforderungen. Der Artikel zeigt die grundsätzliche Vorgehensweise bei Konstruktion und Optimierung dieser Lichtleiter.